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Die Königstochter im Berge Muntserrat
Es
war einmal ein König der hatte drei Söhne. Als er schon bei Jahren
war, verfiel er in eine Krankheit und es wurde von Tag zu Tag schlimmer mit
ihm, bis endlich die Aerzte erklärten, es sei ihm nicht mehr zu helfen.
Vergebens bot er Geld und Gut im Ueberfluß aus, wenn einer ihn retten
könne, es schien kein Kraut für ihn gewachsen.
Da träumte ihm eines Nachts, weit überm Meere liege der Berg
Muntserrat, dahinein sei König Karlequintes verwünscht. In dem Berge
stehe ein stolzes Schloß und vor dem Schloß sprangen drei Brunnen,
davon sei einer der Brunnen der Schönheit, der andere der Brunnen des
Lebens und der dritte der Brunnen des Todes. Wenn nun einer hinginge und Wasser
aus dem Brunnen des Lebens hole, das sei seine Rettung.
Am folgenden Morgen erzählte er seinen Söhnen den Traum und sprach:
'Ach wüßte ich doch einen, der mir Wasser aus dem Brunnen des Lebens
holte, ich gäbe ihm mein halbes Königreich.' Als das der älteste
von den Söhnen hörte, sprach er: 'Ich will hingehen und von dem
Wasser holen.' Er sagte das aber nicht, weil er seinen Vater liebte und ihn vom
Tode erretten wollte, sondern weil er fürchtete, die Hälfte des
Königreiches könne in andere als seine Hände kommen. Der alte
König aber glaubte nicht anders, als das spreche die Liebe aus ihm, und
war darum doppelt glücklich darüber. Er ließ alsobald Kisten
und Kasten voll Kleider und Geld packen und schenkte sie dem Aeltesten, dazu
viele Wagen und Pferde mit Kutschern und Bedienten; dann segnete er ihn und
fort ging's in die weite Welt.
Jenseits des Meeres kam der Königssohn an ein Wirthshaus, das war
schöner als er noch eins gesehen. Als er abstieg und in das Gastzimmer
kam, saßen da viele vornehmen Herren, die tranken und spielten Karten. Er
frug, ob sie ihn mitspielen lassen wollten? Jawohl, sprachen die Herren, wenn
er aber verlöre und könnte nicht bezahlen, dann müßte er
sterben. Das war ihm recht, denn er meinte, sein Geld könne nicht alle
werden, und so spielte er ins Blaue drauf los. Er hatte aber Unglück und
verlor nicht nur Alles, was er um und an hatte, sondern er machte noch Schulden
dazu und als er dieselben nicht bezahlen konnte, wurde er festgenommen und ins
Gefängniß geworfen.
AIs der Königssohn nicht zurückkehrte und die Krankheit des alten
Königs immer schlimmer wurde, sprach der zweite Sohn, er wolle nach dem
Berg Muntserrat fahren und das Wasser des Lebens holen. Er dachte jedoch dabei
nicht an die Rettung seines Vaters, sondern nur an das halbe Königreich.
Der alte König aber freute sich, weil er glaubte, das sei pure Liebe und
rüstete ihn noch viel schöner aus, als den Aeltesten, gab ihm seinen
Segen und fort ging's, daß das Feuer davon stob.
Ueberm Meere kam der Königssohn an dasselbe Wirthshaus, wie sein Bruder.
Er setzte sich auch zu den vornehmen Herren an den Tisch und wollte mit ihnen
spielen. Sie sagten ihm, das könne er, aber wenn er verliere und nicht
bezahle, dann müsse er sterben. Damit hat's gute Wege dachte er und
spielte lustig drauf los, bis er Alles verspielt und noch Schulden dazu hatte.
Da wurde er eingesteckt und die beiden Brüder konnten sich ihr Leid
klagen.
Dem alten Könige wurde die Zeit gar zu lang, denn er konnte sich aus Angst
vor dem Tode nicht mehr fassen, und sein Leid wurde erst recht groß, als
auch der zweite Sohn nicht wieder kehrte. Sprach der Jüngste eines Tages:
' Ich kann die Angst und den Jammer nicht mehr ansehen, ich will Wasser des
Lebens holen.' 'Nein, rief der König, 'ich lasse dich nicht fort, du
sollst mir die Augen zudrücken, wenn ich sterbe, denn jetzt ist keine
Rettung mehr für mich.' 'Ich schaffe das Wasser des Lebens, gehe es wie es
wolle, ' sprach der Jüngste, nahm Abschied von seinem Vater und ritt fort,
wie er eben stand und ging, denn es dauerte ihm zu lang, sich erst Wagen,
Kisten und Kasten bereit machen zu lassen.
Jenseits des Meeres kam er an das Wirthshaus, ließ sein Pferd
füttern und ging hinein. Da saßen die Herren, tranken und spielten
und er setzte sich eine Weile zu ihnen, trank auch, aber er spielte nicht, dazu
hatte er keine Lust, denn ihm stand der Sinn nur nach dem Berge Muntserrat und
dem Wasser des Lebens.
Als er weiter ritt begegnete ihm nahe an dem Berge ein graues Männchen,
das frug ihn, wohin er gehe? 'Zu dem Schlosse im Berge Muntserrat' sprach er.
'Dich habe ich schon lang erwartet,' sprach das graue Männchen, 'und wenn
du thust, was ich dir sage, wird es dein Schaden nicht sein.' Er versprach dies
gerne und das Männchen gab ihm viele gar guten Rathschläge mit auf
den Weg, warnte ihn besonders, nicht zu lange im Schlosse zu verweilen und bald
zurückzukehren, es wolle ihn erwarten. Der Jüngling dankte ihm von
Herzen und ritt fröhlichen Muthes weiter.
AIs er an dem Berge ankam, schlug es elf Uhr und zugleich krachte es in dem
Berg, als solle die Welt vergehen, dann sprang er in der Mitte von einander und
da lag das schönste Schloß, welches man mit Augen sehen kann. Alles
daran war von Gold, bis zu den Ziegeln auf dem Dache, die Fenster sahen aus,
als wären sie lauter große Diamanten und glänzten so sehr,
daß man nicht dahin sehen konnte. Der Königssohn trat rasch hinzu
und durch das große Thor, welches sich von selber vor ihm öffnete,
in einen weiten Hof; darin sprangen drei Brunnen nebeneinander. Auf dem ersten
stand mit goldnen Buchstaben: 'Brunnen der Schönheit,' auf dem zweiten
'Brunnen des Lebens' und auf dem dritten 'Brunnen des Todes.' In dem ersten
wusch er sich, wie ihm das Männchen gerathen hatte, und obgleich er sehr
schön war, fiel es doch wie Schuppen von seiner Haut und er wurde noch
zehntausendmal schöner, als er gewesen war. Dann füllte er aus jedem
der Brunnen eine Flasche voll und ging in das Schloß, um dieß zu
besehen. Da schienen die größten Herrlichkeiten der Welt
zusammengetragen zu sein und das Schloß seines Vaters kam ihm neben
diesem, wie ein schlechtes Bauernhaus vor; Alles war Gold, Silber und
Edelgestein und ein Zimmer immer schöner, als das andere. In dem
allerschönsten Saal aber stand ein Himmelbett mit geschlossenen
Vorhängen von Sammet mit prächtigen Stickereien ; vor dem Bette lagen
auf einem kristallenen Tisch eine goldne Krone, eine goldne Kette, Ohrringe von
Diamanten und Armbänder und am Boden standen zwei Frauenschuhe von
gestickter Seide. Neugierig trat er leise, leise hinzu und schob die
Vorhänge ein wenig zurück und siehe, da lag das schönste
Mädchen von der Welt vor ihm. Er küßte sie erst leise, dann
kühner, er nahm sie in seine Arme, herzte und drückte sie an sich und
betrachtete sie mit wonnelachenden Augen, aber sie schlief so fest, daß
sie nicht erwachte. Da war ihm mit einemmale, als hörte er das graue
Männchen seinen Namen rufen und es fiel ihm ein, daß es die
höchste Zeit sei, zu eilen, wenn er nicht in den Berg gesperrt sein
wollte. Rasch erhob er sich, nahm die goldne Kette von dem Kristalltischchen
als Andenken und Wahrzeichen und lief so schnell er konnte aus dem Schlosse;
kaum war er draußen, da krachte es abermals und der Berg sprang wieder
zu, so daß man keine Spur mehr von dem Schlosse sah.
Draußen vor dem Berge wartete das graue Männchen schon auf ihn. 'Das
war Zeit,' sprach es, 'du hast viel gewagt, aber nun geht Alles gut, nur
mußt du meinem Rathe weiter folgen.' Der Jüngling versprach in
seiner Freude Alles. ' Geh nun geraden Weges nach Hause,' fuhr das
Männchen fort 'und gib wohl Acht, was ich dir sage: 'Sieh dich nicht zu
viel um, kaufe kein Galgenfleisch und trau nicht der brüderlichen Liebe.'
Damit nahm das graue Männchen Abschied von dem Königssohn und er ritt
lustig weiter.
Als er an die Stadt kam, wo das Wirthshaus lag, hörte er das
Armsünderglöckchen läuten. Das schnitt ihm durch's Herz, denn
wenn man so recht froh ist, dann möchte man die ganze Welt auch froh
sehen. Indem kamen auch schon die Soldaten und die Henker mit den Verurtheilten
heran und das waren seine eigenen Brüder. Da vergaß er schnell das
graue Männchen und seinen Rath, ließ den Zug halten und kaufte die
beiden vom Galgen los, indem er ihre Schulden bezahlte.
Anfangs war die Freude und Dankbarkeit groß, als er ihnen aber
erzählte, wie er das Wasser des Lebens, der Schönheit und des Todes
in dem Schlosse geholt und so glücklich sei, daß er seinem Vater das
Leben retten könne, und als sie seine wunderbare Schönheit sahen, da
fraß der Neid den beiden Brüdern fast das Herz ab. Sie verschworen
sich gegen ihn, und als sie im Schiffe auf der See waren, nahmen sie ihm die
Flaschen mit dem Wasser des Lebens und der Schönheit und stellten an ihren
Platz zwei Flaschen mit Seewasser; auf die mit dem Wasser des Todes aber
schrieben sie 'Wasser des Lebens.'
Zu Hause angekommen flüsterten sie dem alten König ins Ohr, der
Jüngling wolle ihn vergiften, darum solle er sich in Acht nehmen und nur
ihnen trauen. Als der arglose Jüngste nun kam und dem Vater seine Flasche
brachte, sprach dieser: 'Gib zuvor dem Hunde von deinem Lebenswasser, damit ich
sehe, wie es wirkt.' Das that der Jüngling und kaum hatte der Hund einen
Tropfen von dem Wasser genommen, als er todt hinstürzte. Da triumphirten
die bösen Brüder in ihren falschen Herzen, denn der alte König
gebot dem Jüngling, sogleich das Schloß zu verlassen und ihm nie
wieder unter die Augen zu kommen. Er trank nun von dem Wasser des Lebens,
welches der Aelteste ihm gab, und wurde augenblicklich wieder kräftig und
gesund; dann trank er auch von dem Wasser der Schönheit, welches der
Zweite ihm reichte und er wurde so blühend und schön, als ob er erst
achtzehn Jahre alt wäre.
Der Jüngling irrte unterdessen in den Wäldern umher und klagte der
lieben Sonne und den Sternen seine Noth, und klagte sich selber als seines
Unglücks Schmied an, weil er dem Männchen nicht gefolgt hatte. Aber
es wäre doch auch allzu herzlos und grausam gewesen, wenn er seine eigenen
Brüder zum Galgen hatte führen lassen. Das tröstete ihn zuletzt
auch, er fand sich in sein Schicksal und trat bei einem Förster als
Jägerbursch in Dienste. Nun müssen wir ihn in dem Walde bei dem
Förster lassen und sehen, wie es mit dem Schloß im Berge Muntserrat
steht.
Neun Monate nachdem der Jüngling in dem Schlosse gewesen war, genas die
schöne Jungfrau eines Knaben und damit war der Zauber gelöst, welcher
auf dem Schlosse lag. Die Ritter und Knechte, welche bis dahin verwandelt
gewesen waren, bekamen ihre menschliche Gestalt wieder und das Schloß
wurde so lebendig, wie es früher kaum gewesen war. Der König wollte
aber vor Allem wissen, wer der Erlöser sei und fuhr jeden Tag mit der
schönen Prinzessin spazieren, ließ alle jungen Männer im Lande
vor sich kommen und ihre Geschichte erzählen, aber keiner konnte sich
erinnern, je in dem verzauberten Schlosse gewesen zu sein.
Die Prinzessin betrübte sich darüber so sehr, daß sie immer
bleicher wurde und gewiß gestorben wäre, hätte ihr Vater sie
nicht mit dem Wasser des Lebens erhalten. So vergingen ihr drei ganzer Jahr des
Kummers: sie mochte gar keine Menschen mehr sehen und fuhr nur auf einsamen
Wegen in wilden Wäldern herum. Da trat eines Tages in der Tiefe des Waldes
das graue Männchen zu ihr und frug sie, was ihr fehle? Sie klagte dem
Männchen offen ihr Leid und da sagte es: 'Das kommt alles davon, daß
er mir nicht gefolgt hat; aber ich will ihm um euretwillen vergeben.' Darauf
erzählte es ihr Alles, was sich mit dem Jüngling zugetragen hatte und
versprach ihr, sie solle ihn bald wiedersehn, nur müsse sie thun, was es
ihr sage und nichts Anderes. Ach wie war sie da so glücklich! Sie
versprach mit tausend Freuden Alles und sie hielt auch besser Wort, wie der
Jüngling. Es war aber auch leichter für sie, als es für ihn
gewesen war.
Zu Hause bat sie ihren Vater, ihr alsbald ein großes Heer und viele
Schiffe ausrüsten zu lassen, dann segelte sie ab und fuhr nach dem Lande,
wo ihr Erlöser zu Hause war. In der Nähe der Hauptstadt am Walde
ließ sie ihre Zelte aufschlagen und ringsherum mußte ihr Heer sich
lagern. Vor ihrem Gezelt lief eine lange Gasse zwischen den Zelten der Soldaten
her, deren Boden war mit Teppichen von Sammet belegt, worin die kunstreichsten
Stickereien zu sehen waren. Nachdem dieß Alles bereitet war, sandte sie
einen Boten an den König und ließ ihm sagen, er solle ihr alsbald
den Prinzen zu Pferde senden, welcher das Wasser des Lebens, das Wasser der
Schönheit und das Wasser des Todes im Berge Muntserrat geholt habe, denn
durch ihn sei sie erlöst.
Als die Botschaft in der Hauptstadt ankam, schwang sich der Aelteste alsbald zu
Roß, denn die Nachricht von der schönen Frau mit dem mächtigen
Kriegsheer hatte sich schnell verbreitet und der Prinz hätte sie gar zu
gern zur Frau gehabt. Als er in vollem Rennen an die Gasse kam, und die
schönen Teppiche sah, da hielt er es für unerlaubt, darüber weg
zu reiten, denn er fürchtete, sie zu verderben und er ritt nebenher, wo
keine Teppiche lagen. Als die Frau das aber sah, rief sie ihm schon von ferne
entgegen, er solle nur schnell wieder umkehren, so lieb ihm sein Leben sei,
denn er sei nicht der Rechte. Das graue Männchen hatte ihr nämlich
solches als Wahrzeichen gesagt, ihr Erlöser würde nicht an die
schönen Teppiche denken, sondern aus lauter Freude sie wiederzufinden
darüber hinreiten, als obs gemeines Gras wäre. Also mußte der
Aelteste von den Prinzen umwenden und beschämt heimkehren.
Da machte sich der Zweite auf den Weg. Der hatte Anfangs der Teppiche nicht
Acht und ritt darauf hin, aber sobald er bemerkte, daß das Pferd weicher
auftrat und auf den Boden sah, lenkte er es zur Seite. Als die Frau dieß
sah, erzürnte sie, befahl ihm sein Pferd an zu halten und trug ihm auf dem
Könige zu sagen, wenn er ihr ihren Erlöser nicht in kürzester
Zeit sende, dann werde sie ihn in seiner Hauptstadt belagern und die Stadt in
Brand schießen lassen. Da wandte der Prinz rasch sein Roß um und
ritt nach Hause, wie ein begossener Hund, dem König die angenehme
Botschaft auszurichten.
Boten flogen jetzt durch das ganze Königreich und riefen an allen
Straßenecken aus, der jüngste Prinz möge doch gleich zum
König kommen; die Prinzessin vom Berge Muntserrat warte voll Sehnsucht auf
ihn. Das hörte der Förster, als er eines Tages in die nächste
Stadt kam und erzählte zu Hause davon. Da erhob sich der Jägerbursch
und sprach: 'Wenn meine liebe Braut da ist, dann kann ich schon nach Hause
zurück.' Der Förster und seine Frau starrten ihn an, als ob er
wahnsinnig sei, aber er sprach: 'Ich bin der Königssohn, den man sucht,'
setzte sich auf ein Pferd und ritt davon, während die Förstersleute
und die Knechte vor Schrecken steif und stumm dastanden, wie Loths Weib, als
sie zum Salzklumpen wurde.
Der Jüngling aber sprengte geraden Weges zu dem Lager und Zelt der
Prinzessin und kümmerte sich nicht einen Deut um die kostbaren Teppiche.
Da trat die schöne Prinzessin aus dem Zelte und trug ihm ihr Kind
entgegen, sie flogen einander in die Arme und küßten einander und
weinten helle Thränen vor lauter Lust und Freude. Dann setzten sie sich in
den goldenen Staatswagen der Prinzessin und fuhren zum König, sechs
Schwadronen Kürassier voran und sechs Schwadronen hinterdrein. Da trafen
sie die beiden falschen Brüder, welche dem König immer noch vorlogen,
sie wären die Rechten und der Jüngste nicht. Als das die Prinzessin
hörte sprach sie: 'der Rechte muß ein Wahrzeichen haben, woran ich
ihn erkennen kann; er hat meine goldene Kette vom Tische mitgenommen,
laßt sehn wer sie hat.' Da holten die beiden ältern Brüder zwei
goldne Ketten beim Goldschmied und sagten, das wären sie, aber keine
wollte der Prinzessin passen, die eine war ihr viel zu groß, die andere
zu klein, so daß sie ihr nicht einmal um den Hals ging. Nun zog der
Jüngste seine Kette heraus und die paßte ihr gerade, war weder zu
eng noch zu weit.
Jetzt erst gingen dem alten König die Augen auf und er verbannte die
Beiden sogleich auf ewige Zeiten vom Hofe, den Jüngling aber schloß
er an sein Herz und bat ihn tausendmal um Verzeihung für das Unrecht,
welches er ihm gethan hatte. Am folgenden Tage wurde die Hochzeit prächtig
gefeiert, dann schenkte der alte König dem Jüngling sein Reich und
setzte sich in Ruhestand. Das junge Paar lebte noch sehr lange und regierte
glückliche Menschen; jetzt werden sie wohl schon lange gestorben sein.
Johann Wilhelm Wolf 1817 - 1855
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